Kohlinfo

Leider ist das Thema Kohl immer wieder ein Punkt auf den ich angesprochen werde.
Viele Leute sind sich unsicher ob sie ihn verfüttern können, da er doch angehblich so Aufbläht.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden dieses Thema zusätzlich in eine extra Rubrik zu schieben und mit den Gerüchten um das Thema Kohl etwas aufzuräumen.

Kohl wird bereits seit mehr als 2000 Jahren als Heilpflanze verwendet und das nicht ohne Grund, denn Kohl ist reich an Vitaminen.
100 Gramm Weißkohl enthalten so viel Vitamin C wie ein Glas Orangensaft. Bereits mit 250 Gramm Weißkohl ist der gesamte Tagesbedarf an Vitamin C für einen Menschen gedeckt. Noch mehr Vitamin C liefern nur noch Brokkoli und Rosenkohl.
Dazu kommt noch das Kohl die Vitamine B, A, E und K, Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen und Magnesium in sich trägt und damit eine sehr wertvolle Nahrungquelle bietet.

Nicht nur für uns Menschen ist der Kohl sehr gesund, grade im Winter ist er sehr gesund für Meerschweinchen und Kaninchen.

 

Kohl kann man in 4 Katergorien unterteilen

Blütenkohl: Blumenkohl/Karfiol, Romanesko, violetter Blumenkohl, Miniblumenkohl, Brokkoli

Blattkohl: Grün-/Kraus-/Braunkohl, Schwarzkohl, Schnittkohl, Stängelkohl, Pak Choi, Senfkohl

Kopfkohl: Weißkohl/Kraut, Rotkohl/Blaukraut, Wirsing, Rosenkohl/Kohlsprossen, Chinakohl, Spitzkraut/Spitzkohl

Rübenkohl: Kohlrabi/Rübkohl, Rote Bete/Rote Rübe, Mairübe, Japanische Rübe/Kabu, Herbstrübe/Stoppelrübe, Teltower Rübchen, Kohlrübe/Steckrübe/Wruke, Speiserübe, Kerbelrübe, Mangold

 

Wieso Bläht der Kohl denn nun?
Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Meerschweinchen und Kaninchen haben einen sogenannten Stopfdarm, das bedeutet alles was oben rein geht, kommt unten gleich wieder raus, man stopft also immer nach. Um eine schnelle Verdauung zu gewährleisten, haben Meerschweinchen und Kaninchen den sogenannten Blinddarmkot, das ist der Kot der Darmbakteiren enthält und den die Tiere immer wieder fressen um die Bakterien am leben zu erhalten. Diese zeretzen die Nahrung, spalten die Zellulose auf und bilden Vitamine.

Ab ca. 1900 stieg die Haltung von Schlachtkaninchen drastisch, somit lebte auch die Futtermittelindustrie auf. Um schnell große, schwere und Schlachtreife Tiere zu bekommen, erfand man das Trockenfutter.
In Trockenfutter sind viele Chemischestoffe, Eier, Zucker usw. diese Stoffe, töten die  so wichtigen Bakterien.

Tiere die mit Trockenfutter gefüttert werden/ wurden, müssen erst wieder eine gesunde Margen-Darm-Flora aufbauen.
Lieber das Trockenfutter weg lassen und zu Kohl greifen, denn dort sind viele wichtige Vitamine, die unsere Fellfreunde zum Leben brauchen.

Tiere mit gesunder Margen-Darm-Flora vertagen Kohl auch in größeren Mengen ohne Aufgasungen, wer Trockenfutter frei Füttert, hat im Normalfall nach einer Anfütterung keine Probleme mit Aufgasungen.

 

Für die Anfütterung würde ich Chinakohl, Kohlrabi (Blätter sowie Kohl), Blumenkohl, Brokkolie und Wirsing verwenden, diese Kohlsorten werden im Regelfall sehr gut vertragen.

Wenn die Tiere schon angefüttert worden sind und den Kohl gut vertragen, können auch alle anderen hier aufgeführten Kohlarten verfüttert werden.



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